16.11.2021

Landrat Seefeldt besucht Ambulantes Hospizzentrum Südpfalz

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Nieske Schilling und Ursula Zirkel im Gespräch mit Landrat Dietmar Seefeldt (v.l.). Neben der hospiz-palliativen Beratung für Familien mit schwerstkranken Kindern und Jugendlichen entlastet das Ambulante Hospizzentrum Südpfalz in verschiedenen Bereichen des Alltags und arbeitet unter anderem mit Pflegediensten, Elterninitiativen und Kinder-Palliativteams zusammen.

 

Pressetext

 

„Es ist ein schweres Thema, aber eines, das mitten ins Leben gehört“, sagte Landrat Dietmar Seefeldt im Anschluss an sein Gespräch mit den Mitarbeiterinnen des Ambulanten Hospizzentrums Südpfalz, Nieske Schilling und Ursula Zirkel „Dabei hat mich die Lebensfreude, die die beiden Frauen in ihren Berichten bei allem Leid und aller Trauer vermitteln, besonders beeindruckt.“ Eine lebensbedrohliche Erkrankung stellt eine große Belastung für die Betroffenen und ihre Angehörigen dar. Die Begleitung der gesamten Familie ab der Diagnose einer lebensverkürzenden Erkrankung bei Kindern und einer palliativen Situation bei Erwachsenen, während der Erkrankungsphase, im Sterben und über den Tod hinaus ist ein zentrales Angebot des Ambulanten Hospizzentrums Südpfalz. Das Besondere: Seit zwei Jahren bietet die Einrichtung auch einen ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst an, der Familien über die Südpfalz hinaus begleitet und unterstützt.

 

 Der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst berät Familien mit schwerstkranken Kindern und Jugendlichen, unterstützt die Eltern in Entscheidungsprozessen durch Gesprächsangebote und steht ihnen bei. „Wir begleiten nicht nur die Familien von kranken Kindern in dieser Zeit und bei ihrer Trauerarbeit, sondern auch Kinder mit einem schwerkranken oder einem sterbenden Elternteil. Das wissen viele Menschen nicht. Umso wichtiger ist die Aufklärung über unser vielfältiges Angebot. Unsere Begleitung beginnt oft sehr früh, um eine bestmögliche Unterstützung zu gewährleisten“, so Nieske Schilling und Ursula Zirkel. Den Bedürfnissen angepasst, werden betroffene Familien zu Hause von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beraten, im Alltag unterstützt und begleitet. Neben der hospiz-palliativen Beratung für Familien mit schwerstkranken Kindern und Jugendlichen entlastet der Dienst in verschiedenen Bereichen des Alltags und arbeitet unter anderem mit Pflegediensten, Elterninitiativen und Kinder-Palliativteams zusammen.

 

Landrat Dietmar Seefeldt zeigte sich beeindruckt vom Engagement der ehrenamtlichen und der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen der Einrichtung und würdigte die Arbeit, die vor Ort geleistet wird: „Trost zu spenden und die Möglichkeit zum Austausch zu bieten, sind immens wichtig in schwierigen Zeiten so auch der Trauerarbeit. Wenn Kinder betroffen sind, geht es uns besonders nah. Wut, Erschütterung, Sinnsuche, Hilflosigkeit gehören in vielen Fällen sicherlich zu den so nachvollziehbaren Reaktionen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Helferinnen und Helfer gehen mit den Menschen jeden Alters, ihrer Angst und ihren Gefühlen mit. Dafür möchte ich Ihnen herzlich danken. Im ambulanten Hospizzentrum Südpfalz wird wertvolle Arbeit geleistet, von Neustadt an der Weinstraße über Landau und die Kreise Südliche Weinstraße sowie Germersheim bis in den Kreis Südwestpfalz zur französischen Grenze erstreckt sich das Betreuungsgebiet des Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes.“

 

Da die Arbeit nur unter bestimmten Voraussetzungen von der Krankenkasse finanziell gefördert wird, sind Spenden eine er wichtigste Einnahmequelle der gemeinnützigen Einrichtung. Aus diesem Grund hat Landrat Dietmar Seefeldt im vergangenen Jahr eine Spende von 1.000 Euro an den Kinder- und Jugendhospizdienst zur Förderung der Vereinsarbeit zur Verfügung gestellt. Die Summe stammt aus dem Topf der Sparkassen-Stiftung. „Gerade zur Weihnachtszeit suchen viele Firmen, Vereine und auch Privatpersonen nach sozialen Einrichtungen, die finanziell unterstützt werden sollen. Hier, beim ambulanten Hospizzentrum Südpfalz kommen Spenden jedenfalls den Menschen zugute, die auf dem Weg zwischen Leben und Tod stehen – als Erkrankte, Angehörige, Freunde.“

 

Derzeit arbeiten 75 Ehrenamtliche Menschen in der Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen sowie der Trauerbegleitung mit, davon 15 Ehrenamtliche im Kinderhospizdienst und 12 Ehrenamtliche im stationären Hospiz. Trotz der Vielzahl an ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Einrichtung auch weiterhin immer auf der Suche nach Ehrenamtlichen: „Das Tätigkeitsfeld der Arbeit ist vielfältig und facettenreich: Die meisten der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich in der Begleitung Schwerstkranker und Sterbender, d.h. in der psychosozialen Betreuung. Sie sind für sie da, ebenso für ihre Zugehörigen, spenden ihnen Zeit und gehen auf ihre Wünsche und Bedürfnisse ein“, so Schilling und Zirkel. Sie betonen, dass auch immer das Wohl der Ehrenamtlichen selbst im Vordergrund stehe und diese regelmäßig Supervisionsgruppen besuchten. Die Qualifizierung dauert rund 9 Monate, sie vermittelt Wissen und dient der Selbsterfahrung. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden zudem ständig fortgebildet.

 

Mehr Informationen sind unter www.ambulantes-hospizzentrum-suedpfalz.de zu finden. Das Ambulante Hospizzentrum Südpfalz wird ideell und finanziell unterstützt durch den Förderverein Ambulante Hospizarbeit. Spenden sind über die folgenden Spendenkonten möglich:

 

VR-Bank Südpfalz
IBAN: DE84 5486 2500 0001 7604 24
BIC: GENODE61SUW

 

Sparkasse Südliche Weinstraße
IBAN: DE28 5485 0010 0000 0062 54
BIC: SOLADES1SUW

Ambulantes Hospizzentrum Südpfalz Weißenburgerstraße 1, 76829 Landau 06341 / 942 946 06341 968563 hospizdienst.landau@vinzentius.de
Spendenkonten
Förderverein ambulante Hospizarbeit

VR-Bank Südpfalz
IBAN: DE84 5486 2500 0001 7604 24
BIC: GENODE61SUW

Sparkasse Südliche Weinstraße
IBAN: DE28 5485 0010 0000 0062 54
BIC: SOLADES1SUW
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